Montag, 2. April 2018

[Rezension] "Doctor Who - Totenwinter" von James Goss




Doctor Who
Totenwinter

von James Goss

aus dem Bastei-Lübbe-Verlag
Genre: Science Fiction


Taschenbuch mit 304 Seiten
Deutsche Erstausgabe: Januar 2018

ISBN-Nr.: 978-3404208821
Preis Buch 9,00€
Preis E-Book 7,99€




Inhalt:
Die Toten sind nicht allein. Etwas ist da draußen im Nebel. Und es spricht zu ihnen.“
Eine abgelegene Klinik im Frankreich des 18. Jahrhunderts: Eigentlich kommen die Menschen hierher, um gesund zu werden. Doch immer mehr sterben. Liegt es an dem Nebel, der neuerdings über dem Meer schwebt und voller gesichtsloser Gestalten zu sein scheint? Ein einsames Mädchen berichtet davon in Briefen an seine Mutter, von mysteriösen englischen und russischen Patienten, Intrigen und Geheimnisse – und von der rätselhaften Mrs Pond, die plötzlich in der Klinik auftaucht, zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Doktor. Nur eines erzählt das Mädchen seiner Mutter nicht, etwas, das alle wissen, aber niemand ausspricht – dass jeder, der hierher kommt, zum Tode verurteilt ist.

Meine Meinung:
Da ich ein großer Fan der britischen TV-Serie „Doctor Who“ bin und momentan die aktuelle Staffel noch nicht schauen kann, lese ich gerne seine Abenteuer als Romane. Doch diese Romane werden von vielen verschiedene Autoren geschrieben, um so größer war meine Freude, als ein neuer „Doctor Who“-Roman vom Autor James Goss raus kam. Denn von diesem Autor hab ich bereits das Abenteuer „Der Piratenplanet“ gelesen und freute mich auf eine spanndende Reise, die einem regelrecht fesselt.

Was mir hierbei besonders gefällt, dass dieser Roman eine Erzählung des 11. Doktors ist. Bisher gab es ausschließlich Bücher vom 12. Doktor, oder von seinen früheren Vorgänger dem 4., 5. und ich meine auch dem 6. Doktor. In der TV-Serie war ich außerdem ein großer Fan von seiner Begleiterin Amy Pond und dessen Ehemann Rory gewesen. So reist der Doktor durch Raum und Zeit und muss nicht nur auf die abenteuerlustige Amy aufpassen, sondern gleichzeit noch auf deren, nennen wir es mal liebevollen, tollpatischen Ehemann. Und dieses tolle Team, was nicht unterschiedlicher sein könnte, hat Herr Goss hier sehr gut wiedergegeben. Ich hatte dadurch eher das Gefühl, dass ich eine Folge im TV anschaue, statt einen Roman in den Händen zu halten und zu lesen.

Wer sich nun für die „Doctor Who“-Romane interessiert, oder mal eins in den Händen hält, der sieht diese typischen, fast gleich gestalteten Cover. (Ich schreibe mit Absicht „fast“, da ich bereits von James Goss den Roman „Der Piratrenplanet“ gelesen habe, und da weicht das Cover schon sehr von den üblichen Gestaltungen ab.) Man erkennt im oberen Bereich, um welchen der Doktoren es sich in dieser Geschichte handelt, und wer seine Begleitung ist. Im unteren Teil sehen wir eher eine Art Ausschnitt aus dieser Geschichte: Ein Mädchen, oder junge Frau, die den Schallschraubenzieher hält und eine Art Zombies, die im Wasser stehen. Alles ist in blau gehalten und leicht verschwommen, welches wie Nebel aussieht. Sobald man mit dem Lesen der Geschichte angefangen hat, stellt man schnell fest, dass es sich hier bei um Maria handeln soll, die dem Doktor, Amy und Rory helfen wird. Was es mit diesen Zombies auf sich hat, sowie mit dem Nebel, erfährt man erst im Laufe der Geschichte, bzw. erst am Ende des Romanes.

Mit dem Titel „Totenwinter“ hat man zum größten Teil die Hauptthematik von diesem Roman eingefangen. James Goss hat sich sehr mit der früheren Krankheit Schwindsucht auseinander gesetzt, die heute als Tuberkulose bekannt ist. Jedoch spielt diese Geschichte im 18. Jahrhundert und somit war diese Krankheit noch nicht so gut erforscht wie heute. So schickte man Patienten in bestimmte Einrichtungen, wo sie nun auf den Tod warteten. Und wie sollte es sein, stimmte zwar die Ortschaft, wo der Doktor und seine Begleitung hin wollte, jedoch zu einer falschen Jahreszeit. Statt im Sommer am Strand zu liegen, befinden sie sich nun in einem düsteren und nebeligen Winter.

Die Erzählsicht stammt dieses Mal nicht von einer Person, die die Ereignisse mit erlebt, sondern von Gedanken, Tagebucheinträge und Briefen einzelner Charaktere. Und dabei wurde sehr stark darauf geachtet, dass die Hauptcharaktere Amy, Maria und Dr. Bloom (ihm gehört die Klinik) im Vordergrund stehen. Teilweise tauchen auch ein paar Nebencharaktere auf, die sich erinnern, oder einen Brief an einen Freund schicken. Jedoch gibt es im ganzen Roman nur einen kleinen Gedankenauszug vom Doktor selbst, wo ich regelrecht lachen musste. Aber mehr kann und möchte ich euch dazu nicht verraten.

Aber lasst euch von dieser Erzählersicht von Briefen, Tagebucheinträge und Gedanken nicht abschrecken. Diese sind zwar auch recht kurz bis mittellang gehalten, aber man kann trotzdem sehr gut der Geschichte folgen. Außerdem sieht man die Geschehnisse aus verschiedene Perspektiven und somit versteht man auch besser, warum einzelne Charaktere in machen Situationen so handeln. Und durch das ewige Wechseln der Charaktere (und keine Angst, es sind nicht so viele, so dass man auch nicht befürchten muss, dass man die Personen durcheinander bringen könnte), baut James Goss hiermit eine immer steigende Spannung auf. Als Leser wird man regelrecht von der Geschichte gefesselt und das Weglegen des Romanes fällt einem dadurch immer schwerer. Man möchte unbedingt wissen, was nun als Nächstes passiert und wie der Doktor aus dieser Situation wieder raus kommt. Und das erfährt man wirklich erst am Ende des Romanes. Als Leser macht man sich zwar so seine Gedanken zu dieser Geschichte, jedoch hat es der Autor so geschafft, dass seine eigene Gedankenzüge zu Sackgassen werden, und schafft ein Ende, mit dem man einfach nicht gerechnet hat. (Jedoch schreibe ich dieses als positive Beurteilung.)

Mein Fazit:
Ein Muss für jeden Doctor Who-Fan! Ihr bekommt genau die gleiche Ladung an Spannung und britischen Humor, wie bereits in der Serie. Ich bin selbst total begeistert von diesem Roman und kann es nur jedem empfehlen, der auch die Serie liebt. 

Montag, 26. März 2018

Montagsfrage 2018/03: Bücher selber schreiben?


Hallo ihr Lieben!


Auf geht’s in eine neue Woche. Eine sehr kurze Woche. Denn am kommenden Wochenende ist schon Ostern. Wie die Zeit nur so dahin fliegt. Ich selbst hab noch das Gefühl, als ob erst gestern Silvester gewesen wäre. Aber das kann natürlich auch an den kalten Temperaturen liegen, die wir noch draußen haben. Aber wer weiß, vielleicht kommt nun doch endlich der Frühling und somit die schönste Jahreszeit im Jahr.

Aber kommen wir nun mal zu der „Montagsfrage“ von der Bloggerin Buchfresserchen:

(Bildquelle siehe *hier*)

Wenn du schon mal daran gedacht hast, ein Buch zu schreiben, welches Genre wäre es?

Früher, als ich noch junge 8 Jahre alt war, wollte ich immer ein eigenes Buch schreiben. Und in diesem Buch sollte es um Tiere gehen. Wie sie eben im Wald leben und Spaß miteinander haben. Also würde ich diesen Bereich mal in das Genre „Kinderbücher“ eingruppieren. Bis auf ein paar kleine Kurzgeschichten, die ich dann auch in der Schule vortragen durfte, ist aber nie etwas aus diesem Traum geworden.

Als ich im Jugendalter war, fing ich mit einer Liebesgeschichte an. Oder sagen wir es mal so: Die Geschichte, wie ich mit meinem ersten Freund zusammen gekommen bin. Natürlich hab ich da die Namen und auch die Schauplätze geändert. Aber wie soll es anders sein... Anfangen und nie beendet.

Heute überlege ich mir oft, selbst mal einen Krimi oder Thriller zu schreiben. Doch es ist nur ein Traum. Angefangen mit dem Schreiben hab ich nie. Ich glaube, mir fehlt diese typische Muse dazu. Ich hab selbst Angst, dass ich keinen Anfang und Ende finde, oder die Geschichte einfach viel zu schnell zu Ende geht und es wieder nur als Kurzgeschichte eingruppiert wird. Somit lass ich das Schreiben lieber den Autoren und anderen Menschen, denen das besser liegt. Ich bin da doch viel lieber die Leserin, die gerne aus ihrem Alltag in eine andere Geschichte entflieht.


Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr mal daran gedacht, selbst ein Buch zu schreiben? Falls ja, in welche Richtung würdet ihr denn schreiben?

Ich wünsche euch noch einen schönen Wochenstart in diese kurze Woche.
Eure Shelly

Sonntag, 11. Februar 2018

[Rezension] "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem


Das Scherbenhaus

von Susanne Kliem

aus dem Verlag: carl's books

Genre: Psychothriller


Taschenbuch mit 336 Seiten
Deutsche Erstausgabe: März 2017

ISBN-Nr.: 978-3570585665
Preis Buch 14,99€
Preis E-Book 9,99

Inhalt:
Jedes Haus bringt Geheimnisse. Doch in diesem lauert der Tod.
Carla erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus nach Berlin zu ziehen, freut sie sich auf den Neuanfang. In ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr...


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Meine Meinung:
Ich muss euch gestehen, dass ich diesem Psychothriller erst beim 2. Anlauf beendet und auch verstanden habe. Bereits im letzten Sommer hab ich mit „Das Scherbenhaus“ angefangen, aber gleich gemerkt, dass ich nicht so wirklich in die Geschichte abtauchen konnte. Da ich jedoch den Inhalt so ansprechend fand, wollte ich dem Buch gerne nochmal eine Chance geben, und das am besten, wenn ich auch mehr das Feeling für Thriller verspüre (also nun im Winter). Ich muss gestehen, obwohl ich den Anfang noch sehr gut in Erinnerung hatte, hat mir dieser Psychothriller richtig gut gefallen. Aber fangen wir mal von vorne an:

Bereits das Cover gefällt mir sehr gut und hat mich neugierig gemacht, was sich wohl dahinter verbirgt. Es ist im allgemein etwas düster gehalten und man sieht fast nur eine große Fensterfront. Da ich selber sehr gerne Wohnungen mit großen oder vielen Fenster liebe, um eben mehr Licht einzufangen, hatte ich mir selbst überlegt, was es nun auf sich hat, dass es trotzdem so düster wirkt. Sind es wirklich nur die dunklen Wolken am Himmel, die man bei genaueren Hinsehen erkennt? Jedoch sieht man auch eine weiße Wand, sowie ein weißes Sofa, welches trotzdem keine Helligkeit ins Bild bringt. Als ich dann mit dem Lesen diesen Psychothriller angefangen habe, hatte ich mir so manche Idee dazu ausgedacht: In erster Linie dreht es sich ja um dieses hochmoderne Wohnhaus, wie die Autorin selber mit einer Glasfront beschreibt. Jedoch kommt mir dieser Gedanke auch etwas befremdlich vor. Andere Menschen können somit hineinsehen und beobachten, was man dort so treibt. Und irgendwie fand ich dann die Vorstellung etwas skurril, dass unsere Protagonistin Carla, die Drohbriefe erhält und unter starken Angstattacken leidet, bis hin zum Verfolgungswahn, sich dort wohl fühlen sollte. Jedoch hat Carla es ja gut geschafft, aber auch gemerkt, dass eben hinter dieser großen Glasfront, wo alles so perfekt und abgesichert scheint, auch düster und mystisch ist. Und genau dieser Grund passt somit sehr gut zum Cover. Es zeigt den eigentlich Handlungsort, wird hinten im Inhalt als ein sicheres Zuhause beschrieben, doch statt es in hellen Farben zu leuchten, drückt er trotzdem eine Dunkelheit aus, der gut zu einem Psychothriller passt.

Für mein empfinden passt der Titel auch recht gut, obwohl ich recht lange Überlegen musste, was es mit dem Wort „Scherben“ in diesem Titel auf sich hat. Als erstes dachte ich eher an einem Titel wie „Das Glashaus“. Nicht nur, weil es eben ausschließlich in dem gläsernen Wohnhaus „Save Heaven“ abspielt, sondern mein erster Gedanke nach dem Lesen galt auch dem Sprichwort: „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!“ Aber wiederum bedeuten Scherben auch eine Art zerstörter Zustand. Und wenn man sich überlegt, dass Carlas Welt mit den Stalker sehr zerbrochen ist und sie sich Zuhause oder auf ihrer Arbeit wohl fühlt, kommt man der Sache schon näher. Auch später in der Wohngemeinschaft „Save Heaven“ in Berlin merkt man, dass der Schein sehr trügt und nicht alles so rosig ist, wie die Bewohner es einem Vorspielen. Und somit dachte ich mir, in einem Haus, welches viel aus Glasfronten besteht, wohnen Menschen, deren eigenes Leben sich auf Rückschläge bezieht, passt „Das Scherbenhaus“ richtig gut.

Die Autorin Susanne Kliem hat für einen Psychothriller einen sehr einfachen und leichten Schreibstil gewählt. Wobei sie mit teilweise kurzen Sätzen, sowie Absätze und Kapitel den Leser auf einen schnellen Weg ins Geschehen bringt. Gleich im ersten Kapitel hatte sie mich neugierig gemacht, was nun hinter dieser ängstlichen Carla steckt, die sich nicht mal traut, alleine die eigene Haustür zu verlassen, und eine Freundin ihre Post öffnen muss. Sie baut die Spannung langsam und konstant auf, wobei sie ab und zu auch etwas mit dem Leser spielt, in dem sie mit einem neuen Kapitel von einer anderen Sichtweise weiterschreibt. So kommt der Leser nicht so schnell auf das kleine Geheimnis, welches sie in dieser Geschichte eingebaut hat.

Susanne Kliem erzählt uns die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Carla, die selbst nicht ein ganz einfacher, durchschaubarer Charakter ist. An manchen Stellen hatte ich mir gedacht, wieso sie gerade in bestimmten Situation so handeln musste, und an anderen Stellen habe ich richtig mitgefiebert. Da ich selbst einmal unter einem „leichten“ Stalking-Fall litt, konnte ich mich auch sehr gut in die Gefühlswelt von Carla versetzen. Die ewige Angst, hinter jeden Mauervorsprung könnte der Stalker lauern, ist somit nicht so weit her geholt. Selbst ich bin indirekt in eine andere Stadt geflüchtet und hab gehofft, dass es dadurch nun besser wird. Was ich selbst etwas schade finde, dass Carla in Berlin ihre Angstgefühle überhaupt nicht mehr spürt und gleich ein neues Leben anfängt. Sie machte sich zwar schon ab und zu Gedanken dazu, ob der Stalker sie hier finden würde, aber es gleich mit dem Satz „Hier kennt mich ja keiner“ wieder vertan. Ich selbst hatte es nicht so schnell im Griff und somit kam mir dieser Aspekt doch ein wenig unglaubwürdig vor. Doch sollte das bei manchen Menschen, die unter Stalking leiden, so schnell gehen, widerspreche ich sofort meine Behauptung, und ihr habt meinen vollsten Respekt dafür.

Aber auch die Bewohner vom „Save Heaven“ geben Carla das Gefühl von Sicherheit. Ich selbst kenne meine Mitbewohner von meinem Wohnhaus nicht und manchmal wünschte ich mir, diese Höflichkeit und Nettigkeit, wie die Bewohner auf neue Mieter und Situationen eingehen, auch hier zu finden. Durch die Mitbewohner lernen wir hauptsächlich 2 Männer näher und genauer kennen, die Carla in den mystischen Situationen zur Seite stehen und ihr Mut und Sicherheit geben. Das wäre einmal der ältere Herr Milan Wagner, der in der Wohnung gegenüber wohnt. Er begrüßte sie gleich ganz herzlich im neuen Haus und veranstaltete sogar für sie eine große Willkommensparty. Aber auch im Lauf der Geschichte war Milan immer irgendwie mit dabei gewesen. Denn er spiegelte das Herz der Gemeinschaft wieder. Zutraulich und freundlich, und hat für jeden ein offenes Ohr. Diese Eigenschaften sind nicht so weit hergeholt. Milan ist im Rentneralter, alleinstehend und durch einen Unfall an einem Gehstock gebunden. Er hat niemanden im direkten Umfeld, mit dem er sich austauschen kann und sucht somit diese Nähe in der Wohngemeinschaft.
Außerdem lernt der Leser den Charakter Christian kennen, ein berühmter, aufstrebender, sowie attraktiven Künstler. Carla verliebte sich sofort in diesem Charakter, aber wusste nicht genau, wie sie mit diesem Gefühl umgehen soll, da sich Christian bereits in einer Beziehung befand. Sie versuchte ihn nur als einen sehr netten Nachbarn einzuordnen, versuchte jedoch trotzdem mehr von seinem Leben zu erfahren. Auch hier spiegelt sich die Realität mit der Geschichte wieder. Denn unter uns Frauen können wir ruhig gerne zugeben, dass es immer und überall attraktive Männer gibt, die uns ins Staunen bringen. Auch wenn dieser Mann, oder wir selbst in einer Beziehung sind, gibt es trotzdem eine gewisse Anziehungskraft und man möchte so viel wie möglich von diesen Menschen erfahren und somit in seinem Leben treten.
Aber auch die anderen Bewohner, auch wenn diese nur kurzzeitig auftauchen, sind sehr gute Charaktere. Sei es die Familie, wo die Beziehung von den Eheleuten in Frage gestellt wird, oder die Teenagerphase eines jungen Mädchens mit ihren jugendlichen Problemen. Als Leser kann man sich sehr gut und vor allem auch schnell in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und somit verstehen, wieso sich Carla im „Save Heaven“ so wohl gefühlt hat. Jedoch merkt Carla schnell, dass nicht jeder Mensch so perfekt ist, wie er vorgibt, und jeder ein düsteres Geheimnis mit sich bringt.

Mein Fazit:
„Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem ist ein Psychothriller, der auch viel zum Nachdenken anregt. Traut man seinen Mitbewohnern in einem Wohnkomplex wirklich so sehr, dass sie ein Teil des eigenen Lebens werden? Mit ihrem schönen und leichten Schreibstil, den kurzen Abschnitten, bringt sie den Leser schnell ins Geschehen hinein. Doch durch immer wieder anderen, mystischen Ereignissen verwirrt sie auch den Leser, so dass man noch lange nach der passende Lösung sucht. Für mich persönlich ein gelungener Psychothriller, der ideal nun für die kalte Jahreszeit ist. Denn wieso sollte immer alles hell sein, wenn der Winter so düster wirkt.